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GELDFLUSS

lexoffice vs sevdesk: Ehrlicher Vergleich 2026

lexoffice vs sevdesk im direkten Vergleich: Preise, Funktionen, DATEV-Export und klare Empfehlung – für Freelancer, Solopreneure und kleine Teams.

Kurz gesagt: Wer allein arbeitet und vor allem Rechnungen schreibt, fährt mit sevdesk besser — schneller Einstieg, dauerhaft kostenloser Tarif, starke Automatisierung. Wer ein Team hat, Lohnabrechnung im Tool will oder eng mit einer DATEV-Kanzlei arbeitet, nimmt Lexware Office (früher lexoffice). Der Preis entscheidet es nicht: Buchhaltung kostet bei beiden 21,90 bis 25,90 € netto im Monat. Entscheidend ist, wie komplex dein Buchhaltungsalltag in zwölf Monaten aussieht.

Lexware Office oder sevdesk – die Kurzantwort

Wer kostenlos starten will, nimmt sevdesk: als einziger der beiden hat es einen dauerhaft gratis Tarif (3 Rechnungen/Monat, inkl. E-Rechnung). Wer von Anfang an EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung in einem Tool bündeln will, fährt mit Lexware Office L (21,90 € netto/Monat, Stand 7. Oktober 2026) am direktesten. Beide erfüllen die seit 2025 verpflichtende E-Rechnung.

Wie wir vergleichen · Stand 7. Oktober 2026

Grundlage sind die offiziellen Preis- und Funktionsseiten beider Anbieter sowie 460 unabhängige Nutzerbewertungen auf OMR Reviews (Quellen am Ende). Alle Preise netto (zzgl. MwSt.) und ohne Aktionsrabatte, sofern nicht anders genannt – Konditionen ändern sich häufig, vor Abschluss bitte auf der Anbieterseite prüfen. Dieser Vergleich ist eine redaktionelle Einordnung, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Mit „Anzeige“ gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links – schließt du darüber ab, erhalten wir ggf. eine Provision, für dich ohne Mehrkosten.

Preise & Tarife im Überblick (netto/Monat, Stand 7. Oktober 2026)

KriteriumLexware Office (früher lexoffice)sevdesk
Kostenloser Tarifnein (30 Tage Test)ja – dauerhaft (3 Rechn./Mon.)
Einstiegab 7,90 € (S)0 € bzw. 11,90 € (Rechnung)
Buchhaltung (EÜR + USt)21,90 € (L, „beliebteste“)25,90 € (Buchhaltung)
E-Rechnung (Pflicht seit 2025)ja, alle Tarifeja, auch im Gratis-Tarif
DATEV-/Steuerberater-Exportja, alle Tarifeab „Rechnung“ (11,90 €)
Lohn & GehaltAdd-on 12,90 €nicht integriert
Öffentliche / REST-APIab XL (32,90 €)ab Buchhaltung Pro (34,90 €)
OMR Reviews (Ease of use)8,8/10 · 183 Reviews9,0/10 · 277 Reviews

Preise netto zzgl. MwSt., ohne Aktionsrabatte. Quellen: offizielle Anbieterseiten + OMR Reviews, abgerufen 7. Oktober 2026 (siehe unten).

So haben wir verglichen · Stand Oktober 2026

  • Preise: aus den offiziellen Preislisten der Anbieter (lexware.de/preise*, sevdesk.de/preise*), netto, zuletzt am 7. Oktober 2026 gegengeprüft — beide Anbieter passen ihre Tarife regelmäßig an, im Zweifel gilt die aktuelle Preisseite.
  • Funktionen & DATEV-Export: anhand der öffentlich dokumentierten Feature- und Hilfe-Seiten beider Anbieter, gegengeprüft mit den jeweils angegebenen DATEV-Schnittstellen.
  • Unabhängigkeit: keine bezahlte Platzierung. Enthaltene Affiliate-Links sind als Anzeige gekennzeichnet und ändern nichts an der Einordnung.
  • Grenzen: Recherche öffentlich einsehbarer Quellen, keine eigene Kanzlei- oder Langzeit-Nutzung. Für verbindliche steuerliche Entscheidungen ersetzt dieser Vergleich keine Steuerberatung.

Buchhaltungs-Tools (Anzeige)

Auf einen Blick: Die wichtigsten Unterschiede in der Vergleichstabelle

Die Tabelle oben zeigt die Kernunterschiede. Was dahinter steckt, in Kürze: sevdesk ist der schnellere Einstieg mit Gratis-Tarif und stärkerer Automatisierung, Lexware Office das tiefere Werkzeug mit integrierter Lohnabrechnung und engerer DATEV-Verzahnung.

Namensverwirrung aufgelöst: lexoffice, Lexware Office und Lexware — was ist was?

Das ist kein Marketingtrick, sondern Rebranding-Geschichte: lexoffice wurde in Lexware Office umbenannt. Gemeint ist dasselbe cloudbasierte Buchhaltungstool, Funktionen wurden dabei nicht gestrichen. Lexware (ohne „Office“) bezeichnet dagegen die ältere, installierte Desktop-Software desselben Herstellers — ein grundlegend anderes Produkt. Wer in Vergleichen oder Foren über „lexoffice“ liest, meint heute Lexware Office.

Klare Empfehlung nach Nutzertyp

Wer sich zwischen beiden Tools nicht entscheiden kann, stellt meist die falsche Frage. Die richtige lautet: Wie komplex wird mein Buchhaltungsalltag in den nächsten zwölf Monaten?

Freelancer und Solopreneure: sevdesk

Wenn X → dann Y: Wer allein arbeitet, keine Mitarbeitenden beschäftigt und hauptsächlich Rechnungen schreiben sowie Belege erfassen will, ist mit sevdesk* gut aufgestellt. Die Oberfläche ist schnell erlernbar, der Gratis-Tarif erlaubt einen risikolosen Start, und wiederkehrende Rechnungen oder Mahnläufe laufen nach einmaliger Einrichtung von selbst. Im Tarif „Buchhaltung“ (25,90 € netto, 22,90 € bei Jahreszahlung) sind EÜR und USt-Voranmeldung enthalten.

Wachsende KMU mit Team und Lohnabrechnung: Lexware Office

Wenn X → dann Y: Sobald Lohnabrechnung, mehrere Nutzer oder ein enger DATEV-Austausch mit der Kanzlei gefragt sind, kippt die Waage. Lexware Office bringt eine integrierte Lohnabrechnung als Add-on mit (12,90 € netto/Monat) — eine Funktion, die sevdesk nicht abdeckt. Wer heute mit zwei Mitarbeitenden plant und in zwei Jahren fünf beschäftigt, spart sich einen späteren Wechsel, wenn er direkt mit Lexware Office* startet. Der Wechsel zwischen den Tools kostet Zeit, wie der Abschnitt weiter unten zeigt — wer absehbar wächst, kalkuliert das bei der Erstentscheidung ein.

Anti-Persona: Für wen keines der beiden Tools die beste Wahl ist

  • Internationales Geschäft mit Mehrwährungsbuchhaltung in größerem Umfang: Dafür ist keines der beiden primär gebaut.
  • Komplexe Warenwirtschaft mit Lagerhaltung und Seriennummern: Hier braucht es ein ERP-System, keine Buchhaltungslösung für KMU.
  • Buchhaltung komplett in Kanzlei-Hand: Dann ist DATEV Unternehmen online über den Steuerberater der direktere Weg (siehe Alternativen).

Preismodelle im Detail: Was zahlt man wirklich?

Beide Anbieter staffeln nach Funktionsumfang. Wo die Kostentreiber lauern, unterscheidet sich — und das ist der entscheidende Punkt beim Vergleich.

sevdesk-Tarife: Kostenlos, Rechnung, Buchhaltung, Buchhaltung Pro

Tarifnetto/Mon. (mtl. | jährl. | 2 Jahre)Kernfunktionen
Kostenlos0 €3 Rechnungen/Mon., ZUGFeRD + XRechnung, unbegrenzt Kontakte
Rechnung11,90 € | 9,90 € | 8,90 €unbegrenzt Rechnungen, Mahnwesen, DATEV-Export, Steuerberater-Zugang
Buchhaltung (empf.)25,90 € | 22,90 € | 19,90 €+ EÜR/GuV, USt-Voranmeldung, Online-Banking, KI-Belegerfassung
Buchhaltung Pro34,90 € | 30,90 € | 27,90 €+ Kostenstellen, REST-API, BWA

Add-ons (netto/Mon.): Premium-Layouts 3,90 €, weiterer Nutzer 5,90 €, Warenwirtschaft 19,90 €. Zeitweise 50 % Rabatt bei 24-Monats-Laufzeit. Stand 7. Oktober 2026.

Lexware Office-Tarife: S, M, L, XL

Paketnetto/Mon. (regulär | Aktion 3 Mon.)Kernfunktionen
S7,90 € | 3,95 €Belegerfassung & -archiv
M12,90 € | 6,45 €Angebote, (E-)Rechnungen, Mahnungen
L (beliebteste)21,90 € | 10,95 €Buchhaltung, EÜR, Umsatzsteuer
XL32,90 € | 16,45 €EU-/Abschlagsrechnungen, öffentliche API

Add-on Lohn & Gehalt 12,90 €/Mon. (Aktion 6,45 €). Steuerberater-Anbindung in allen Tarifen. 30 Tage kostenlos testen – kein dauerhaft gratis Tarif. Monatlich kündbar. Stand 7. Oktober 2026.

Versteckte Kosten: Wo der Preis wächst

  • Zusatznutzer: Jeder weitere Nutzer (z. B. Steuerberater) schlägt separat zu Buche — bei sevdesk 5,90 € netto/Monat.
  • DATEV-Export: Bei sevdesk nicht im Gratis-Tarif — für Unternehmen mit Steuerberater-Anbindung ein relevanter Faktor.
  • API-Zugang: Nur in den höchsten Tarifen (Lexware XL, sevdesk Buchhaltung Pro) — wer automatisieren will, zahlt dafür.
Funktionsvergleich Wo jedes Tool stärker ist – lexoffice vs sevdesk vergleich
Foto: Daniel Álvasd via Unsplash

Funktionsvergleich: Wo jedes Tool stärker ist

Beide Programme decken die Grundlagen ab — Rechnungen schreiben, Belege erfassen, Steuerberater-Export. Der Unterschied liegt nicht in der Checkliste, sondern im Workflow.

Rechnungserstellung und Belegerfassung

sevdesk setzt auf einen schlanken, schnell lernbaren Prozess: Beleg fotografieren, hochladen, automatisch erkennen lassen. Wer als Solopreneur möglichst wenig Zeit mit Buchhaltung verbringen will, findet hier den direkteren Einstieg. Lexware Office arbeitet strukturierter — mehr Felder, mehr Pflichtangaben, mehr Tiefe. Das zahlt sich aus, wenn ein Steuerberater den DATEV-Export sauber weiterverarbeiten soll; wer einen unkomplizierten Einstieg sucht, empfindet diese Tiefe anfangs als Hürde.

Automatisierung und Schnittstellen

Beide Anbieter pflegen einen eigenen Integrations-Katalog; ob die Schnittstelle dabei ist, die du brauchst, prüfst du am besten direkt dort — die Listen ändern sich laufend. sevdesk punktet bei der Alltagsautomatisierung: wiederkehrende Rechnungen, automatische Mahnläufe, Anbindung an Onlineshops. Wer seinen Rechnungsworkflow einmal aufsetzt und dann möglichst wenig anfassen will, ist bei sevdesk besser aufgehoben. Wer tiefer in bestehende Systeme integrieren muss — CRM, ERP, DATEV-Umgebung — findet bei Lexware Office mehr Anknüpfungspunkte.

Lohnabrechnung: Das K.-o.-Kriterium für Teams

Hier trennen sich die Wege. Lexware Office bringt eine integrierte Lohnabrechnung als Add-on mit — ein Bereich, den sevdesk nicht abdeckt. Für Solopreneure ohne Angestellte spielt das keine Rolle. Sobald auch nur eine Gehaltsabrechnung monatlich anfällt, wird dieser Unterschied zum Auswahlkriterium: Wer mit sevdesk arbeitet und Mitarbeitende hat, braucht ein separates Tool. Wer heute solo arbeitet, aber Wachstum plant, sollte das nicht erst beim ersten Einstellungsgespräch bedenken.

DATEV-Export und Steuerberater-Kompatibilität

Für viele Selbstständige ist diese Frage entscheidender als jede Featureliste: Kann mein Steuerberater mit dem Export direkt arbeiten — oder braucht er danach noch eine Stunde, um die Datei aufzubereiten?

Beide Anbieter unterstützen den DATEV-Export. Der Unterschied liegt im Workflow dahinter: Lexware Office ist historisch eng mit dem DATEV-Ökosystem verzahnt — Lexware gehört wie DATEV-nahe Kanzleisoftware zum Alltag vieler Steuerberatungen, und die Exportdateien lassen sich dort meist ohne Nachbearbeitung einlesen. sevdesk bietet ebenfalls einen DATEV-kompatiblen Export, setzt aber stärker auf eine Datei, die der Nutzer herunterlädt und weitergibt. Wer monatlich Belege übergibt, merkt diesen Unterschied schneller als jemand, der nur einmal im Jahr zum Abschluss liefert.

Praktischer Rat vor dem Abschluss: den eigenen Steuerberater fragen, mit welchem Tool er bereits arbeitet. Diese eine Nachfrage spart mehr Reibung als jede Funktionstabelle — und verhindert einen späteren Wechsel wegen Inkompatibilität.

Benutzerfreundlichkeit und Mobile-Nutzung – lexoffice vs sevdesk vergleich
Foto: Hanna Lazar via Unsplash

Bedienung, Mobile-App und Support

Beide Tools laufen im Browser und sind ohne Installation einsatzbereit. sevdesk wirkt in der Grundversion schlanker und ist für Einsteiger schneller zu überblicken; Lexware Office bietet mehr Funktionsumfang und damit anfangs mehr Oberfläche. In den OMR-Bewertungen liegt sevdesk bei der Bedienung leicht vorn (9,0 gegenüber 8,8 von 10, siehe Tabelle oben).

Mobile Apps gibt es von beiden — Belegerfassung per Foto, Rechnungsversand, Zahlungsübersicht. Wie gut die jeweils aktuelle App-Version läuft, verrät ein Blick in die App-Store-Bewertungen mit Datum; das ändert sich mit Updates schneller, als Vergleiche es abbilden. Beim Support gilt: Wer bei Problemen schnell Antworten braucht und nicht selbst in Hilfedokumente einsteigen will, prüft Erreichbarkeit und Reaktionszeiten vor dem Abo — Buchhaltungssoftware fällt meist kurz vor dem Steuerberater-Termin aus, nicht an einem ruhigen Dienstag.

Wechsel zwischen den Tools: Was mitgeht, was nicht, und wann

Ein Wechsel ist technisch in beide Richtungen möglich, aber kein Klick, sondern ein Projekt. Exportierbar sind in der Regel Kundenstammdaten, Rechnungen und Belege als PDF sowie Offene-Posten-Listen als CSV. Was typischerweise nicht mitgeht: Buchungsregeln, verknüpfte Bankverbindungen, historische DATEV-Exporte im Originalformat und individuell konfigurierte Workflows. Vor dem Wechsel lohnt die Frage an den neuen Anbieter, ob er offene Posten, historische Belege und den Kontenrahmen sauber übernimmt — oder nur einen Teilexport bietet.

Der Zeitpunkt zählt mehr als das Tool. Ein Umstieg mitten im Geschäftsjahr reißt laufende Buchungen auseinander. Der Jahreswechsel — notfalls ein Quartalswechsel — ist der ruhigere Moment, weil Abschlüsse ohnehin anstehen und Altdaten sauber getrennt bleiben. Fast aufwandslos ist ein Wechsel nur kurz nach der Gründung, wenn noch keine Buchungshistorie existiert. Wer mehrere Jahre Historie hat, plant realistisch: Der Wechsel selbst dauert einen Nachmittag, die Nacharbeit mit Steuerberater und DATEV-Schnittstelle kann Wochen beanspruchen.

Klare Empfehlung nach Nutzertyp – lexoffice vs sevdesk vergleich
Foto: Marc Pell via Unsplash

Alternativen zu lexoffice und sevdesk — und wann du gar nicht wechseln solltest

Die naheliegendste Alternative zu lexoffice ist für die meisten Selbstständigen sevdesk — und umgekehrt ist Lexware Office die relevanteste Alternative zu sevdesk. Bevor du weiter suchst, lohnt die Frage, warum du überhaupt wechseln willst. Vier Auslöser kommen immer wieder vor:

  • Preis: Wer vor Jahren abgeschlossen hat, zahlt oft spürbar mehr als Neukunden mit aktuellen Tarifen — ein klassischer Anlass, den Markt neu zu sondieren.
  • Der Rebrand als Anlass: Der Namenswechsel zu Lexware Office ist für viele der Moment, in dem sie zum ersten Mal seit langem wieder auf die Rechnung schauen.
  • Fehlende Funktion: Eine Schnittstelle, eine Auswertung, eine Automatisierung, die fehlt — konkrete Lücken wiegen schwerer als der Preis.
  • Zu viel Software, zu wenig Bedarf: Solo-Selbstständige zahlen häufig für Team-Funktionen, die sie nie nutzen.

Die Alternativen im Überblick, nach Herstellerangaben:

ToolPreis netto/MonatDauerhaft kostenlosEÜR, UStVA, DATEV-ExportPasst für
Lexware Officesiehe Preismodelle obenneinja, im BuchhaltungstarifTeams, Lohnabrechnung, DATEV-Kanzlei
sevdesksiehe Preismodelle obenja, 3 Rechnungen/Monatja, im BuchhaltungstarifSolo-Selbstständige
PapierkramFree 0 €, S 15,90 €, M 29,90 €ja, ohne EÜR, UStVA und Bankanbindungab Tarif SFreelancer mit Zeiterfassung
FastBillab 10 € (Solo)nein, 14 Tage TestUStVA und DATEV-Export ab Solo; EÜR auf der Preisseite nicht genanntvor allem Rechnungsstellung
DATEV Unternehmen onlineüber die Steuerkanzleineinläuft über den Steuerberaterwer die Buchhaltung abgibt
Preise bei monatlicher Zahlung, Stand 30. Oktober 2026, laut Preisseiten der Anbieter; bei jährlicher Zahlung günstiger.

Wann Lexware Office die richtige Wahl bleibt

Der Rebrand allein ist kein Grund: lexoffice heißt jetzt Lexware Office, Funktionen wurden nicht gestrichen, wer eingerichtet ist, verliert nichts. Ein Umstieg kostet Zeit — Datenmigration, neue Belegkategorien, veränderte Buchungslogik, Einarbeitung — und diese Kosten stehen selten in Relation zu kleinen Komfortgewinnen. Wer nur ab und zu eine Funktion vermisst, rüstet sie günstiger über ein Zusatztool nach, statt das System zu tauschen. Ein Wechsel rechnet sich erst, wenn der Funktionsumfang einen echten Engpass im Alltag erzeugt: Fremdwährungsbedarf, fehlende mobile Belegerfassung oder ein Preismodell, das für das eigene Volumen nicht mehr passt.

Wann FastBill oder Papierkram ins Spiel kommen

FastBill richtet sich an Selbstständige, die vor allem Ausgangsrechnungen schreiben und ein schlankes Interface wollen; der Einstieg ist günstiger als bei den beiden großen Tools. Papierkram hat Projektzeiterfassung schon im kostenlosen Tarif – EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldung und Bankanbindung gibt es aber erst ab Tarif S. Wer nach Debitoor sucht: Das Tool ist eingestellt, der Käufer SumUp verweist auf seine eigene Rechnungsfunktion.

Kostenlose Tools und DATEV Unternehmen online

Dauerhaft kostenlose Buchhaltungssoftware mit vergleichbarem Umfang gibt es kaum — typische Grenzen sind Beleglimits, kein DATEV-Export, keine Bankanbindung. Für Gründer in der Testphase reicht das; sobald ein Steuerberater ins Spiel kommt oder die Belegmenge wächst, wird spätestens beim GoBD-konformen Archivieren ein bezahlter Tarif nötig. DATEV Unternehmen online ist der umgekehrte Fall: keine Self-Service-Lösung, sondern ein Tool, das über den Steuerberater läuft. Für Unternehmen, die ihre Buchhaltung komplett in Kanzlei-Hand geben, ist das die logische Wahl — für Solopreneure, die selbst buchen wollen, zu umständlich.

Häufige Fragen

Was ist besser: Lexware Office oder sevdesk?

Für Solo-Selbstständige ohne Mitarbeitende in der Regel sevdesk: schnellerer Einstieg, dauerhaft kostenloser Tarif, stärkere Automatisierung. Für Teams, Lohnabrechnung oder enge DATEV-Zusammenarbeit mit der Kanzlei Lexware Office. Beim Preis nehmen sich beide wenig — Buchhaltung inklusive EÜR und USt-Voranmeldung kostet 21,90 € (Lexware Office L) bzw. 25,90 € (sevdesk Buchhaltung) netto im Monat, Stand Oktober 2026.


Was ist der Unterschied zwischen Lexware Office und lexoffice?

Keiner — es ist dasselbe Produkt. Das früher als lexoffice bekannte Tool heißt heute Lexware Office; Hersteller ist in beiden Fällen die Haufe-Lexware GmbH. Funktionen wurden beim Namenswechsel nicht gestrichen. Nicht zu verwechseln mit „Lexware“ ohne Zusatz: Das ist die ältere Desktop-Software desselben Herstellers.


Kann mein Steuerberater mit sevdesk oder Lexware Office arbeiten?

Ja, beide bieten einen Steuerberater-Zugang und DATEV-kompatible Exporte — bei Lexware Office in allen Tarifen, bei sevdesk ab dem Tarif „Rechnung“. Lexware Office ist in vielen Kanzleien das vertrautere Format. Vor der Entscheidung lohnt die direkte Nachfrage beim eigenen Steuerberater, welches Tool er bereits nutzt.


Kann ich sevdesk oder Lexware Office kostenlos testen?

Ja. Lexware Office bietet 30 Tage kostenlosen Test mit vollem Funktionsumfang, danach wird ein Tarif fällig. sevdesk hat zusätzlich einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit bis zu drei Rechnungen pro Monat — ohne Zeitlimit. Stand Oktober 2026; Testbedingungen können sich ändern.

Fazit

Wer als Freelancer oder Solopreneur Prozesse automatisieren und schnell starten will, findet in sevdesk die passendere Lösung. Wer ein Team beschäftigt, Lohnabrechnung im Tool abbilden und einen engen DATEV-Workflow mit dem Steuerberater etablieren möchte, ist mit Lexware Office besser aufgehoben. Und wer mit seinem aktuellen Tool keinen echten Engpass hat, wechselt am besten gar nicht — die Migration kostet mehr, als kleine Komfortgewinne einbringen.

  • Selbstständig, keine Mitarbeitenden, viel Automatisierung → sevdesk
  • Team, Lohnabrechnung, enger DATEV-Austausch → Lexware Office
  • Kein konkreter Engpass → beim aktuellen Tool bleiben

Quellen & Stand

Preise und Funktionen abgerufen am 7. Oktober 2026 von den offiziellen Anbieterseiten; Nutzerbewertungen von OMR Reviews. Alle Preise netto; maßgeblich ist die jeweilige Anbieterseite zum Zeitpunkt deines Abschlusses.

Quellen
  • Lexware Office (lexware.de): offizielle Tarif- und Funktionsübersicht, Hilfe-Center zu DATEV-Anbindung und Lohnabrechnung
  • sevdesk (sevdesk.de): offizielle Tarifseite, Feature-Dokumentation, Schnittstellen-Verzeichnis
  • OMR Reviews (omr.com): verifizierte Nutzerbewertungen zu beiden Tools (Bedienung, Support, Mobile)
  • Bundesfinanzministerium (bundesfinanzministerium.de): GoBD — Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern in elektronischer Form
  • DATEV (datev.de): Dokumentation zu DATEV-Schnittstellen und Unternehmen online

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